Von der Gründung bis heute
Die Gründung des Uslarer Kreises
Aus einem lockeren Zusammenschluss von Therapeuten unter der Führung von Ernst Hugo Kabisch, ist im Laufe der Jahrzehnte ein Verein entstanden, der sich mit vielfältigen Aktivitäten für die Augendiagnose engagiert. Vereinszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und der öffentlichen Gesundheitspflege. Um dem nun schon seit mehreren Jahren bestehenden Kreis einen Namen zu geben, schlug ein an den Vorträgen teilnehmender Arzt den Begriff "Asome - Akademie für Sondermethoden" vor. Dieser Vorschlag fand jedoch nicht viele Befürworter, und damit blieb es ganz einfach bei der noch heute gültigen Bezeichnung "Uslarer Kreis". Im Oktober 1959 fand die erste Veranstaltung des nun offiziellen Uslarer Kreises mit 60 Teilnehmern statt. Dies war der Auftakt für die nunmehr seit über 4 Jahrzehnten stattfindenden Kurse für Augendiagnose und biologische Therapie.
Seit 1968 vermittelten die erfahrenen Heilpraktiker Jürgen Rehwinkel und Sigolt Wenske ihr Wissen und ihre Praxiserfahrungen an die Kursteilnehmer. Sie übernahmen auch gemeinsam die Leitung des Uslarer Kreises, nachdem Ernst Hugo Kabisch in den wohlverdienten Ruhestand gegangen war. Im Jahr 1971 veröffentlichte Kabisch in der "Naturheilpraxis" eine Reihe von Aufsätzen unter der Sammelüberschrift "Die Irispigmente", in denen er diagnostische und therapeutische Probleme abhandelte.
1975 wurde Werner Eberhard die Organisationsleitung des Uslarer Kreises übertragen, unterstützt wurde er von Gisela Weber. Eberhard war auch maßgeblich an der Einführung des nunmehr dritten Kurses der Uslarer Seminarreihe beteiligt. Nach 20 Jahren, im Jahr 1995, übernahm der Heilpraktiker Adolf Ersfeld das Amt des Organisationsleiters. Im gleichen Jahr trat Jürgen Rehwinkel in den Ruhestand. Dem ersten Vorsitzenden des Uslarer Kreises, Sigolt Wenske, standen nun mit den beiden Heilpraktikern Hans Gütter und Walter Schwarz zwei weitere praxiserfahrene Referenten zur Seite. Verstärkung erhielten sie 1999 durch die Biologin und Heilpraktikerin Dr. rer. nat. Edith Göttsche.
1997 übergab Dr. Udo Madaus die Schirmherrschaft über den Uslarer Kreis, die er über 30 Jahre innehatte, an seinen Neffen Dr. Andreas Madaus.
Walter Schwarz übernahm im Jahr 2000 den Vorsitz des Uslarer Kreises, Sigolt Wenske nahm nun die Interessen des Vereins als zweiter Vorsitzender wahr. Im Jahr 2001 wurden die Heilpraktiker Hans Gütter und Adolf Ersfeld verabschiedet. Die Nachfolger als Organisationsleiter trat Klaus-Jürgen Böhnert an. Das Jahr 2003 wurde überschattet durch den plötzlichen Tod des ersten Vorsitzenden, Walter Schwarz. Der Uslarer Kreis bewahrt ihm ein ehrendes Andenken. Seit November 2003 führt Dr. Edith Göttsche den Vorsitz des Uslarer Kreises zunächst mit Sigolt Wenske als Stellvertreter an ihrer Seite. Ergänzt wurde der Vorstand durch Michael Leitz und Klaus-Jürgen Böhnert. Im März 2009 verabschiedet sich Sigolt Wenske in den verdienten Ruhestand und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Daraufhin übernahm Michael Leitz den zweiten Vorsitz. Seit dem Frühjahr 2010 bekleidet der Augenarzt Dr. Helmuth Wehr die Position des Schatzmeisters. Am 31. Juli verstirbt Sigolt Wenske im Alter von 81. Jahren.
Der Uslarer Kreis heute
Aktuell finden die Intensivseminare in Uslar (Kurs I-III) statt. Kurs IV wird nicht mehr angeboten.
Sie gliedern sich wie folgt auf:
Kurs I (Die Grundlagen):
Einführung, Topographie, Konstitution, Pupillendiagnose, Lumenphänomene, Zeichenlehre, Farbphänomene & Pigmente
Kurs II (Das Handwerkszeug):
spezielle Organzeichen (Magen-Darm, Leber-Galle, Pankreas, Niere-Blase, Herz, Atemwege), Praxis der Augendiagnose, Sondervorträge
Kurs III (Die Diagnose):
Systemerkrankungen (Rheuma, Hypertonie, allergischer Formenkreis), diagnostische Gesamtschau, Fälle aus der Praxis, Sondervorträge
Neben dem dreistufigen Seminarzyklus (Kurs I-III) haben sich im Laufe der Zeit Arbeitskreise gebildet, die regelmäßig Vorträge und Diskussionsmöglichkeiten anbieten. So besteht z. B. der Arbeitskreis in Hamburg bereits seit 32 Jahren. Er wurde damals von Jürgen Rehwinkel ins Leben gerufen.
Außerdem finden Arbeitskreise in Berlin, Leipzig, Magdeburg, Hamburg, Rosenheim, Erlangen, Kiel, Karlsruhe, Ludwigsburg, Köln/Neunkirchen, Bochum, Blieskastel- Niederwürzbach statt, sowie ein Wochenkurs an der FDH-Schule in München. Auch diese Kurse werden schon seit vielen Jahren durchgeführt. Die Teilnehmer der Arbeitskreise wissen, wie wichtig der Erfahrungsaustausch mit Kollegen ist, um dem kranken Menschen helfend zur Seite stehen zu können.
Darüber hinaus werden an einigen renommierten Heilpraktikerschulen in den Abschlusstrimestern Einführungswochen in die Augendiagnose abgehalten, so genannte "Schnupperkurse", um den künftigen Kollegen den augendiagnostischen Weg schmackhaft zu machen. Die Kurse und Seminare stehen allen Interessenten offen. Detaillierte Informationen dazu sind über die Organisationsleitung des Uslarer Kreises erhältlich.
Ein wichtiges Tätigkeitsfeld des Uslarer Kreises ist auch die laufende Arbeit an der Weiterentwicklung der Augendiagnose. Es werden neue Therapiekonzepte erstellt und das Lehr- und Anschauungsmaterial verbessert. Weiterhin gibt der Uslarer Kreis das Buch "Augendiagnose" heraus. Das Lehrbuch "Augendiagnose" von Sigolt Wenske und Jürgen Rehwinkel (mittlerweile in der 7. Aufl.), ein praxisgerechtes, 302 Seiten starkes Werk, kam im Jahr 1989 heraus und kann bei der Organisationsleitung des Uslarer Kreises bestellt werden.
Im Laufe der Jahre wurde Uslar bzw. Göttingen (2002 - 2007) das Ziel vieler Heilpraktiker und Ärzte, die die Augendiagnose und biologische Therapie erlernen möchten. Sie wissen, wie wichtig der Erfahrungsaustausch mit Kollegen ist, um dem kranken Menschen helfend zur Seite stehen zu können. Der Uslarer Kreis wurde zu einer festen Institution und zu einem Synonym für die Vertreter der Augendiagnose in Deutschland.

